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Labubu Preis: was er wirklich kostet

5. August 2026 · 5 Min. Lesezeit · Vom Team MIRUMI

«Wie viel kostet ein Labubu?» ist die erste Frage vor dem Kauf, und die ehrliche Antwort lautet: das schwankt enorm. Zwischen dem offiziellen Einführungspreis und dem, was der Zweitmarkt für ein gesuchtes Stück verlangt, kann der Unterschied das Zehnfache betragen. Hier die Gründe dafür — damit Sie erkennen, wann ein Preis gerechtfertigt ist und wann nicht.

Drei verschiedene Preise für dieselbe Figur

Der erste ist der Pop-Mart-Einführungspreis: der Preis, solange die Serie im Laden oder auf der offiziellen Website verfügbar ist. Er ist der tiefste — setzt aber voraus, dass man im richtigen Moment zur Stelle ist.

Der zweite ist der Händlerpreis. Er liegt höher, und das ist normal: Er deckt Beschaffung, gebundenes Lager, Echtheitsprüfung und Kundendienst. Das bezahlen Sie dafür, dass das Stück sofort verfügbar ist.

Der dritte ist der Preis auf dem Zweitmarkt unter Sammlern. Dort gilt keine Kostenlogik mehr: Die Seltenheit bestimmt den Preis. Ein «geheimes» Stück aus einer vergriffenen Serie kann ein Vielfaches seines Ursprungspreises erreichen.

Was den Preis wirklich treibt

Zuerst die Seltenheit innerhalb der Serie. In einer Blind Box werden nicht alle Figuren gleich häufig verteilt: Die sogenannten «geheimen» Stücke sind bewusst selten, und daraus entsteht der Preisunterschied.

Dann der Zustand. Eine versiegelte, nie geöffnete Schachtel ist deutlich mehr wert als eine ausgepackte Figur, selbst in tadellosem Zustand. Für Sammlerinnen und Sammler gehört die Verpackung zum Stück.

Schliesslich das Alter: Eine aus dem Katalog genommene Serie kommt nicht zurück. Ihr Preis hängt dann nur noch davon ab, was Sammler zu zahlen bereit sind.

Umgekehrt spielt auch das Format eine Rolle: Ein Plüsch-Schlüsselanhänger und eine grosse Figur bewegen sich in völlig verschiedenen Preissegmenten.

Wann ein tiefer Preis Sie stutzig machen sollte

Das ist der nützlichste Reflex überhaupt. Bei einem gesuchten und knappen Produkt gibt es keinen spektakulären Rabatt: Niemand verschleudert ein Stück, das sich von selbst verkauft.

Ein Preis weit unter Markt deutet fast immer auf eines von drei Dingen hin — eine Fälschung («Lafufu»), eine bereits geöffnete und als neu weiterverkaufte Schachtel, oder einen Shop, der nie versenden wird.

Unsere Faustregel: Übersteigt der Abstand zum Markt die Hälfte des Preises, werten Sie das als Warnsignal und nicht als Schnäppchen.

Die versteckten Kosten: Zoll und Einfuhrgebühren

Das ist der Posten, den viele vergessen. Eine ausserhalb der Europäischen Union bestellte Figur — oder, aus Schweizer Sicht, ausserhalb des Landes — kommt mit der Einfuhrsteuer und den Verzollungsgebühren des Transporteurs an.

Bei einem Artikel von wenigen Dutzend Franken oder Euro wiegen diese Kosten bisweilen so schwer wie das Produkt selbst. Der angezeigte Preis ist also nicht der bezahlte Preis: Vergleichen Sie immer den Endpreis, wenn alle Gebühren addiert sind.

Genau das entfällt beim Kauf bei einem Anbieter mit Sitz im eigenen Land.

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